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Wunder werden wahr
impact Micronesia 2010
Es war der zweite Tag für das zehnköpfige, internationale Team in Yap. Wir brachten gemeinsam mit den Einheimischen das Kirchengelände auf Vordermann. Plötzlich hörten wir Reifenquietschen, einen dumpfen Aufprall und dann Schreie – die kleine Kathrin aus Colonia (Yap) war beim Fangen spielen einfach auf die Straße gerannt, ohne zu sehen, dass da gerade ein Auto angefahren kam. Der Fahrer hatte keine Chance – das Unglück konnte nicht verhindert werden. Kathrin wurde vom Auto erfasst, einige Meter durch die Luft geschleudert und prallte mit voller Wucht auf die Straße. Totenstille! Dann aufgeregte Schreie. Unser impact’ler Simeon hob das bewusstlose Mädchen von der Strasse auf und brachte sie schnell zu ihren Eltern. Sie wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Der Autofahrer erlitt auch einen Schock und brach auf der Stelle zusammen.
Was konnten wir tun? Wir bildeten einen großen Kreis und beteten einmütig für das fünfjährige Mädchen. Auf dass Gott ihr Leben erhalten möge. Wir flehten um ein Wunder. Als Augenzeuge des Unfalls musste man von einem tödlichen Ausgang ausgehen. Stunden des Schocks und Bangens folgten, bis die unglaubliche Nachricht kam, dass bei Kathrin keine ernsthaften Schäden festgestellt werden konnten. Wir sind für Gottes Eingreifen sehr dankbar und fragen uns, was ER mit dem Leben von Katrin noch vorhat. Leben und Tod – sie liegen manchmal nur einige Sekunden auseinander – doch eines ist sicher: es sind nicht WIR, die über Tod oder Leben entscheiden. Unsere Zeit steht in Gottes Händen!
Anette Jarsetz
