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13.07.10

Outreach in Tomil

Impact Mikronesien 2010

Kurz vor der Abenddämmerung erreichten wir Tomil im Osten von Yap.
Jedes Dorf beziehungsweise jeder Clan hat hier seinen eigenen Chef. Da in Tomil der ranghöchste Chef lebt, gilt Tomil als eines der bedeutendsten Dörfer der Insel.

Auf dem großen Platz mit der Communityhall („Stadthalle“) und dem Men's House (öffentliches Versammlungshaus nur für Männer) bereiteten die Christen von Tomil bereits alles vor. Sowohl Dorfbewohner von Tomil als auch Mitglieder der verschiedenen Gemeinden aus den umliegenden Dörfern wurden erwartet. Diese Veranstaltung dient dazu, um Menschen zum Glauben an Jesus Christus einzuladen. Nun konnte der Outreach (Evangelisation) unter freiem Himmel beginnen. Tatsächlich kamen an diesem Abend etwa zweihundert involvierte und interessierte Leute zusammen. Beeindruckend und erfreulich war für mich die Tatsache, dass viele der Jugendlichen obwohl sie von ihren Eltern und Verwandten Gegenwind bekommen, dennoch mit vollem Eifer bei der Gestaltung dieser evangelistischen Veranstaltung dabei waren.

Gegen sieben Uhr wurde es dunkel und das Programm begann. Zunächst stellte sich die gesamte Jugend aus den verschiedenen Gemeinden mit einigen Lobpreisliedern vor. Doch dann überraschte uns ein starker Regenschauer und alle flüchteten in die Communityhall. Trotz allem ließ sich niemand seine Laune durch dieses Wetter vermiesen. Ganz im Gegenteil. Die Yapese sangen sogar noch lauter, um den Lärm des Regens zu übertönen. So schweißte uns dieses kleine Unwetter wortwörtlich zusammen, denn die Luft innerhalb des Hauses wurde wärmer und wärmer durch die vielen Leute. Dennoch war die Stimmung sehr gut und ich fühlte mich zurückversetzt in die Youth Retreat-Woche vor 2 Wochen als wir ebenfalls alle gemeinsam Gottesdienst feierten.

Das Programm war sehr stark evangelistisch ausgerichtet und bestand aus mehreren Liedbeiträgen, Anbetungstänzen und Anspielen. Eines der Anspiele zeigte wie Jesus an die „Lebenstür“ der Menschen klopft und als ihr Freund eintreten möchte. Doch die meisten sind zu sehr mit sich selbst oder weltlichen Dingen beschäftigt und weisen Jesus ab.

Wir als Impact-Team konzentrierten uns auf das Thema „Was macht einen Christen zu einem Christen?“ und präsentierten ebenfalls ein paar Anspiele. Die Predigt von David machte deutlich, dass es auf das Herz der Menschen ankommt. Viele Christen tragen nur den Namen aber sie haben keine persönliche Beziehung zu Jesus Christus. An Jesus zu glauben bedeutet ihm sein Herz zu geben und in einer lebendigen Beziehung zu ihm zu stehen.
Die Jugendlichen hatten im Anschluss an dieses Programm die Möglichkeit mit den Jugendleitern, Pastor Asael oder David und Anette zu sprechen und ihre Entscheidung für Jesus zu treffen. Außerdem tauschte man sich mit anderen über das Gehörte bei einem kleinen Imbiss aus.

Ich habe mich sehr über die große Zahl der Interessierten gefreut und glaube, dass dieser Outreach wirklich eine gute Gelegenheit für die Jugendlichen ist ihren Glauben offen zu zeigen und Menschen hier in Yap für Gott zu erreichen.

Lisa Grabbert